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glossar
Äußere Schamlippen <klick for more! Die Platzierung von Piercings an den äußeren Schamlippen sollte so sein, dass der Ring die äußere Schamlippe umfasst. Diese Piercings sind bei allen Frauen machbar, die Heilung ist etwas langwieriger, da dauerhafte Reizung durch Kleidung und Bewegung entsteht. Die äußeren Schamlippen werden meistens paarweise gepierct.
Ampallang Ein Intimpiercing, welches horizontal durch die Eichel gestochen wird. Die Variante durch die Harnröhre ist empfehlenswert, da der Eigenurin bei der Pflege/Reinigung unterstützend wirkt. Sexuell reizvoll, aber nicht ganz ungefährlich. Kein Einsteigerpiercing, setzt viel Erfahrung voraus. Nachblutungen in den ersten Tagen sind normal. Während der Heilzeit sollte die Vorhaut, sofern vorhanden, zurückgezogen bleiben.
Anti-Tragus Das Piercing wird gegenüber vom Tragus in die untere Knorpelfalte über dem Ohrläppchen gesetzt. Es verheilt im Normalfall problemlos
Apadravya Vertikal durch die Eichel und Harnröhre gestochen, Kombination aus Prinz Albert und Reverse Prinz Albert. Kein Anfängerpiercing. Nachblutungen sind häufig.
Augenbrauen-Piercing Kann entlang der gesamten Augenbraue horizontal oder vertikal platziert werden. Neigt zum Herauswachsen, verheilt aber meist ohne Probleme.
Austin Bar Horizontales Piercing durch die Nasenspitze, geht nicht durch das Septum oder Innenräume der Nase.
Bauchnabel-Piercing Eines der am häufigsten gestochenen Piercings. Wird meist durch die obere Hautfalte des Nabels gestochen. Heilungsverlauf hängt stark von der Anatomie ab. Reibung durch Kleidung kann die Heilung erschweren.
Bernstein Wird aus Baumharz gewonnen. Chemisch träge, in vielen Farben erhältlich, weltweit als Körperschmuck genutzt.
Bodymodification Sammelbegriff für Veränderungen des Aussehens wie Tattoo, Piercing, Scarification, Implanting, Splitting, aber auch z. B. kosmetische Chirurgie oder Haarfärben.#
Brandings Einbrennen von Narben mit Metallstempeln oder HF-Kauter. Mit HF-Kauter ist präziseres Arbeiten möglich. Führt zu wulstigen Narben. Motive sind weniger detailliert als bei Cuttings.
Bridge-Piercing Wird zwischen den Augen auf dem Nasenrücken gestochen. Stark anatomieabhängig, kein Anfängerpiercing. Entzündungen können gefährlich sein, da dort Hirnnerven verlaufen.
Brustwarzen-Piercing Meist horizontal oder vertikal gestochen. Gilt als komplikationslos verheilt, wenn korrekt platziert. Stillen ist bei Frauen mit verheiltem Piercing weiterhin möglich.
Casein Ein marmoriertes Material aus Naturstoffen, hergestellt aus geronnener Milch. Die Herstellung und Aushärtung dauert mehrere Monate. Das Endprodukt ist chemisch träge und einzigartig. Oberfläche ist mit Acryl überzogen.
Cheeks Wird seitlich in die Wange gestochen, meist an der Stelle eines Grübchens. Erfordert viel Erfahrung vom Piercer, da Arterien und Nerven in der Wange verlaufen. Kann stark anschwellen.
Christina Oberflächenpiercing, das von der Falte der äußeren Schamlippen bis zum Schamhügel verläuft. Hat keine sexuelle Funktion. Anatomisch nicht bei jeder Frau möglich.
Cutting Einbringen von Narben durch Skalpellschnitte. Sehr erfahrene Künstler können komplexe Designs erstellen. Bei Skin Removals wird Haut abgeschält, um großflächige Narben zu erzeugen.
Daith Wird durch die Knorpelbrücke oberhalb des Gehörgangs gestochen. Gehört zu den schmerzhafteren Knorpelpiercings. Heilungszeit ist relativ lang.
Dermal Anchor Ein Schmuckstück wird in die Haut gesetzt, wobei ein kleines Hautstück ausgestanzt wird. Es handelt sich um ein Microdermal-Implantat. Abheilzeit ca. 8 Wochen. Stabiler als Oberflächenpiercings, aber nicht so dauerhaft wie Transdermals.
Dydoe Intimpiercing, das durch den Eichelrand verläuft. Wird meist bei beschnittenen Männern gesetzt. Sehr schmerzhaft wegen der vielen Nervenenden an der Stelle.
Elfenbein Es wird ausschließlich Mammut-Elfenbein verwendet, das aus den Permafrostgebieten Sibiriens stammt. Der Handel ist legal. Nicht für Schleimhautbereiche geeignet.
Fourchette Ein seltenes Intimpiercing bei Frauen, das am unteren Ende der inneren Schamlippen platziert wird. Nur bei entsprechender Anatomie möglich.
Frenum Ein beliebtes Intimpiercing für Männer, durch das Vorhautbändchen gestochen. Wird nah am Schaft platziert, heilt schnell und ist gut für Einsteiger geeignet.
Genital Beading Implantieren kleiner Kugeln oder Stäbchen unter die Penishaut. Der Eingriff ist unkompliziert, aber die Abheilzeit erfordert ca. 6 Wochen Enthaltsamkeit. Viele empfinden den Effekt als stimulierend, manche jedoch nicht.
Glas Allergiefrei, aber zerbrechlich. Hochwertiges Borosilikatglas ist stabiler und optisch schöner als recyceltes Glas.
Guiche Wird durch die Raphe (Naht zwischen Hodensack und After) gestochen. Kann beim Sitzen oder Radfahren unangenehm sein. Wird oft gedehnt und mit Gewichten getragen.
Hafada Intimpiercing am Hodensack. Heilung kann lang dauern, da der Bereich ständig in Bewegung ist. Gut zum Dehnen und auch für Anfänger geeignet.
Helix Wird durch den äußeren Knorpelrand des Ohrs gestochen. Sehr verbreitet, aber pflegeintensiv wegen der schlechten Durchblutung von Knorpelgewebe. Stäbe sind als Erstschmuck besser geeignet.
Holz Verwendet werden z. B. Ebenholz oder Nussholz. Glatt beschichtet, chemisch träge, fördert Belüftung und verringert Geruchsbildung.
Horn Häufig aus Wasserbüffelhorn (Abfallprodukt, kein Tier wird dafür getötet). Wird oft für Plugs und Tunnel verwendet. Bessere Belüftung als Metall, aber nicht so gut wie Holz.
Implantation Silicone Silikon gibt es in verschiedenen Qualitäten. Wichtig ist die Einhaltung medizinischer Standards
(z. B. ISO 10993). Wird für temporären Einsatz empfohlen, etwa bei Kälte oder zum Schlafen.
Industrial Zwei Piercings, meist durch den Helixbereich, verbunden durch einen langen Stab. Platzierung ist entscheidend, da keine Spannungsausgleiche möglich sind. Nicht bei jeder Ohr-Anatomie möglich.
Inner Conch Wird in die innere Ohrmuschel gestochen. Heilt im Vergleich zu anderen Knorpelpiercings gut ab, aber pflegeintensiv.
Innere Schamlippen Recht schmerzloses Intimpiercing, das schnell abheilt. Meist paarweise gestochen, bei entsprechender Anatomie mehrfach möglich. Gut kombinierbar mit anderen Intimpiercings.
Klitoris Vorhaut Horizontal Wird horizontal durch die Klitorisvorhaut gestochen. Schmuck sollte so sitzen, dass die Kugel direkt auf der Klitoris liegt. Voraussetzung: ausreichend große Klitorisvorhaut.
Klitoris Meist ist die Klitorisvorhaut gemeint. Direkt durch die Klitoris geht nur bei bestimmten anatomischen Voraussetzungen. Sehr schmerzhaft, aber schnelle Heilung. Kann zu Überreizung führen.
Klitoris Vorhaut Vertikal Wird vertikal durch die Klitorisvorhaut gestochen. Der Schmuck kann intensiven Reiz ausüben. Kugel sollte direkt auf der Klitoris aufliegen. Gut kombinierbar mit der horizontalen Variante.
Labret-Piercing Unterhalb der Unterlippe gestochen. Neigt zum Anschwellen – zu Beginn wird ein längerer Stab eingesetzt, später ein kürzerer, um Reibung an Zähnen und Zahnfleisch zu vermeiden.
Labret Vertikal Verläuft von unterhalb der Lippe in die Mitte des Lippenrots. Kein Plättchen im Mundinnenraum – angenehmer zu tragen
Lippenband (Smiley) Meist das obere Lippenband gemeint. Schnell verheilt, aber nicht bei jedem möglich, da das Band bei vielen zu kurz oder verletzt ist. Es gibt spezielle Plättchen zur Schonung von Zähnen und Zahnfleisch.
Lobe Klassisches Ohrloch. Sollte vom Piercer gestochen und nicht geschossen werden. Heilt unkompliziert und lässt sich gut aufdehnen – aber nur langsam und vorsichtig.
Lowbret-Piercing Tief sitzendes, meist seitliches Labret-Piercing.
Lowbret Vertikal Verläuft senkrecht von der Lippentasche Richtung seitliches Kinn. Meist paarweise gestochen.
Madonna Wie ein Labret, aber seitlich oberhalb der Oberlippe – dort, wo manche einen Schönheitsfleck haben. Schwillt stärker an als ein klassisches Labret.
Medusa In der Mitte oberhalb des Mundes gestochen. Schmerzhaft, da Nerven vom Septum auslaufen. Nach Abschwellung sollte kürzerer Stab eingesetzt werden.
Nefertiti Kombination aus vertikalem Klitorisvorhautpiercing und Christina-Piercing. Langer Stichkanal, dadurch verlängerte Heilzeit.
Niobium Hypoallergen und körperverträglich, schwerer als Titan und Stahl. Wird kaum noch verwendet, da Titan vorteilhafter ist.
Nostril Nasenflügelpiercing – das bekannteste Nasenpiercing. Nicht mit einer Ohrlochpistole schießen! Platzierung entlang der Nasenflügelfalte.
Oberflächenpiercings (Surface) Piercings an ungewöhnlichen Körperstellen (z. B. Nacken, Brustbein, Handgelenk). Heilung ist schwierig und unvorhersehbar, kann aber bei sorgfältiger Pflege erfolgreich sein.
Orbital Zwei Piercings, die durch einen Ring verbunden sind – häufig an Lobe oder Helix.
Palladium Edelmetall, leichter als Platin, schöne helle Farbe. Wird selten verwendet.
Platin Sehr hart, zwei übliche Legierungen: Juwelierplatin und Fasserplatin. Teuer, wird meist nur auf Wunsch verarbeitet.
PMMA (Polymethylmethacrylate) Kunststoff mit poröser Oberfläche. Nur nach vollständiger Abheilung geeignet. Allergien nicht bekannt.
Prinz Albert Unkompliziertes männliches Genitalpiercing, das durch die Harnröhre zur Unterseite der Eichel führt. Heilt schnell, gut dehnbar.
Princess Albertina Weibliches Gegenstück zum Prinz Albert. Geht durch die Harnröhre. Unangenehm, kann Harnwegsinfekte auslösen. Kein Anfängerpiercing.
PTFE / PMFK Teflon-ähnlicher Kunststoff. Hitzebeständig, flexibel, schont Gewebe. PTFE wird porös – besser geeignet ist PMFK (form- und oberflächenstabil).
Pubic Am Penisansatz gestochen, schwer heilbar, wächst oft heraus.
Haken werden in Haut eingesetzt, um daran zu ziehen. Vorbereitung auf Suspension. Zugkraft selbst steuerbar. Muskelkater möglich.
PVD ist eine dünne, haltbare Beschichtung (z. B. mit Gold, Zirkonium, Carbon). Titan geeignet für Ersteinsetzung, Stahl eher nicht, da Nickelabgabe möglich ist.
Rook Wird in die obere Knorpelfalte des Ohrs gestochen. Sehr schmerzhaft, da durch dichten Knorpel. Heilung langwierig.
Scarification (Narbendesign) Älteste Form des Körperschmucks. Erfolgt durch kontrollierte Wundheilung. Krusten müssen regelmäßig entfernt werden, um ausgeprägte Narben zu erzielen.
Septum Wird durch das Gewebe zwischen den Knorpeln der Nasenscheidewand gestochen. Schwierige Platzierung, aber gute Heilung.
Silber Meist als 925er Sterlingsilber mit Kupferanteil. Weich, läuft an. Hochwertige Produkte sind rhodiniert. Nickelfrei, aber Silberallergie möglich.
Smiley (Lippenband ) Meist das obere Lippenband gemeint. Schnell verheilt, aber nicht bei jedem möglich, da das Band bei vielen zu kurz oder verletzt ist. Es gibt spezielle Plättchen zur Schonung von Zähnen und Zahnfleisch.
SkinDiver® Kleinere, vereinfachte Form von Microdermals. Keine austauschbaren Aufsätze, gut für Designmuster geeignet.
Snake-Bites Paarweise gestochene Unterlippenpiercings.
Snug In der Knorpelfalte neben dem Ohrrand. Heilung langwierig, viel Pflege nötig
Splitting Spalten z. B. der Zunge oder Eichel mit Skalpell, Schere oder Kauter. Sehr extreme Modifikation. Sprechschwierigkeiten anfangs möglich. Zunge wird beweglicher.
Stahl Rostfreier Chirurgenstahl, meist aus der 300er-Serie. Enthält Nickel, gibt aber wenig ab. Für Nickelallergiker nicht geeignet.
Surface (Oberflächenpiercings)
Piercings an ungewöhnlichen Körperstellen (z. B. Nacken, Brustbein, Handgelenk). Heilung ist schwierig und unvorhersehbar, kann aber bei sorgfältiger Pflege erfolgreich sein.
Aufhängen an Haken in der Haut – spirituelle, emotionale oder sportliche Erfahrung. Verschiedene Positionen möglich. Belastend für Körper und Geist.
Haken durch die Brust – sehr belastend, Haut dort dünn. Teilweise Atemprobleme bei längerer Hängezeit.
Haken vorne am Körper – man hängt waagerecht mit Gesicht nach oben.
Suspension, Knee Haken seitlich an den Knien – man hängt kopfüber. Nur für kurze Hängezeiten geeignet.
Haken im Schulterblattbereich. Sehr beliebt, relativ beweglich, ideal für Einsteiger.
Suspension, Superman Haken auf der gesamten Rückseite – man hängt waagerecht mit Gesicht nach unten.
Subdermal Implants Formteile (meist Silikon) unter die Haut eingesetzt. Nach ca. 6 Wochen bildet sich eine Kapsel. Beliebt zur Betonung von Tattoos oder zur Veränderung von Körperkonturen.
Titan Sehr leicht, elastisch, hoch verträglich. Ideal ist Grad 23 (Ti6Al4V Eli) – auch für medizinische Implantate geeignet. Kann anodisiert werden für Farbvarianten.
Granulationsgewebe führen, heilt meist gut. Niemals schießen – Gefahr der Knorpelspaltung!
Transdermal Implant Schmuckstück ohne Ausgang – Platte bleibt unter der Haut. Kann an fast jeder Stelle platziert werden, aber anfällig für Reizungen durch Hängenbleiben
Triangle-Piercing Verläuft unterhalb der Klitoris. Nicht für Anfänger, erfordert viel Erfahrung. Unterscheidet sich anatomisch und funktional vom Klitorisvorhautpiercing.
Umgekehrter (Reverse) Prinz Albert Verläuft von der Harnröhre durch die Oberseite der Eichel. Heilt langsamer als normaler Prinz Albert. Kann zusammen mit diesem zu einem Apadravya kombiniert werden.
Vorhaut-Piercing Relativ einfaches männliches Intimpiercing. Heilt schnell, gut zum Dehnen. Meist paarweise gestochen, ideal für Einsteiger.
Zungen-Piercing Meist in der Mitte der Zunge gestochen. Zu Beginn langer Barbell wegen Schwellung. Das Zungenbändchen darf nicht verletzt werden. Nach ca. 10 Tagen kürzeren Stab einsetzen. Bei passender Anatomie sind mehrere Piercings möglich.